Fehler
  • JLIB_UTIL_ERROR_XML_LOAD
  • /mnt/web004/e3/74/5620774/htdocs/joomla_01/language/de-DE/de-DE.xml
  • XML: failed to load external entity "/mnt/web004/e3/74/5620774/htdocs/joomla_01/language/de-DE/de-DE.xml"

Über uns


Chronik


Kleiner Fisch – ganz groß

Als im Frühsommer 1966 ein junger Chemiker - mit schwimmsportlicher Vergangenheit und seit einem Jahr in Dormagen - den damaligen Vorsitzenden des TUS Bayer Dormagen, Herrn Dr. Haimerl, nach der Existenz einer Schwimmabteilung fragte, erhielt er zwar eine negative Auskunft, gleichzeitig aber den ernstgemeinten Vorschlag, doch eine solche zu gründen. "Kleine Fische!" sollte man meinen, denn angesichts des geheizten Bayer-Freibades, zu jener Zeit noch eine Rarität, und des gerade entstehenden Hallenbades an der Robert-Koch-Straße war dieser Vorschlag eigentlich zwingend und seine Realisierung nur eine Frage von Zeit und Initiative. Trotzdem war der erste Startversuch entmutigend. Ganze 4 Leutchen fanden sich auf ein entsprechendes Inserat ein: Zwei junge Damen, welche aber wiederum nicht so jung waren, dass Aussicht auf eine schwimmsportliche Karriere bestanden hätte, und neben dem Initiator selbst der Mann, der einmal als Funktionär und Trainer der Schwimmabteilung seinen unverkennbaren Stempel aufdrücken sollte: Johannes Bergen. Der zweite Anlauf am 27. Juni 1966 war dann erfolgreich. Im Bayer Bad fand die Gründungsversammlung mit immerhin 11 Mitgliedern statt, es wurde ein Vorstand gewählt, und kurz darauf konnte man den ersten Aktiven (Wolfgang Ammon) und den ersten Trainer (Dr. Günter Beilstein, gleichzeitig Vorsitzender) bei der Arbeit bestaunen. Der kleine Fisch hatte sich auf die Reise gemacht.
Jetzt hat er fast 50 Jahre auf dem Buckel und ist erwachsen geworden. Mehrere Generationen Schwimmer, Trainer, Helfer und Freunde haben seinen Weg begleitet - manche von Anfang an bis heute, manche nur wenige Jahre. Sie alle haben dazu beigetragen, dass aus dem kleinen Fisch mehr geworden ist als man ihm jemals zugetraut hätte. Er ist - soweit man im wässrigen Medium davon sprechen kann-eine Leiter emporgeschwommen, deren Sprossen von der regionalen Ebene über Deutsche Meisterschaften bis zur Beteiligung an Europa und Weltmeisterschaften und schließlich Olympischen Spielen reichen. Seine Eltern - unsere 11 Gründerwären sicher schwindelig geworden, hätten sie diese Entwicklung voraussehen können, und wären vielleicht sogar vor den zukünftigen Aufgaben zurückgeschreckt, deren Umfang sich ja erst nach und nach herausstellte.
Das Leistungsprinzip im Sport hat sich jedoch auch im Funktionärs- und Verwaltungs-bereich bewährt. Trotz mancher Rückschläge, Durststrecken, sachlicher und auch menschlicher Probleme war es immer wieder die Freude am Erfolg in seinen vielfältigen Schattierungen, welche die Schwimmabteilung des TSV Bayer Dormagen zusammengehalten und dorthin geführt hat, wo sie heute steht: auf einem Platz in der Top-Etage des deutschen Schwimmsports.


Die ersten Jahre - Periode der kleinen Schritte

Viel Zeit blieb den Gründern nicht bis zu ihrer ersten Bewährungsprobe. Noch 1966, am 16. Dezember, sollte das Hallenbad eingeweiht werden, und die Schwimmabteilung des damaligen TUS-Bayer machte sich stark, den sportlichen Teil zu gestalten. Mit dem Amateur S.C. Duisburg, Rhenania Köln und den Wasserfreunden Wuppertal als Gästen bot man Schwimmen und Wasserball vom Feinsten, während sich Dormagens Schwimmer noch zurückhielten. Immerhin blieb die hauseigen 4x50m-Freistilstaffel mit 1:59,4 schon knapp unter dem 30-er Schnitt! Bereits im September hatten wir die ersten Vereinsmeisterschaften durchgeführt, an denen sich neben der inzwischen gewachsenen Schar von Jugendlichen auch die Senioren Albrecht, Ammon, Beilstein, Bergen, Kühne, Ruf, Schramm und Wermelskirchen aktiv beteiligten. Die erzielten Zeiten lassen wir besser im Dunkel der Vergangenheit!
Das Training beschränkte sich anfangs auf wenige offizielle Stunden in der Woche, waren doch die Bäderverantwortlichen noch recht zugeknöpft bei der Gewährung der benötigten Wasserfläche. Im Hallenbad waren gar 30,- DM pro Übungsstunde zu entrichten. Ansteigende Leistungen und beharrliches Klinkenputzen zahlten sich aber schließlich aus, und der Trainingsbetrieb erhielt eine immer breitere Basis. Er wurde personell zunächst getragen von Armin Albrecht und Dr. Günter Beilstein, welche ihr .know how" aus ihren Heimatvereinen mitgebracht hatten. Sehr bald aber beschickten wir Übungsleiterlehrgänge und sorgten dafür, dass auch Neulinge bald zu Fachleuten wurden.
Die sportlichen Erfolge ließen bei diesem Engagement nicht lange auf sich warten. Neben unseren Seniorenschwimmern, die sich ihre Wettkampfbegeisterung zum Teil bis heute erhalten haben, wuchsen die ersten Talente heran. Dorothea Bergen, Jutta Quiring, Dieter Bach und Achim Bochem tauchten schon Mitte 1967 in den Jahrgangsbestenlisten des Bezirks Düsseldorf auf. Dieter Bach (Jahrgang 53) war es denn, der sich als erster Dormagener Schwimmer auch überregional qualifizieren konnte. Der Kraulspezialist unterbot als erster Dormagener die Minutengrenze, startete 1968 erstmals in der deutschen Jugendauswahl und konnte sich bei Meisterschaften auch gegen den damaligen Rekordmeister Klaus Steinbach durchsetzen. Leider konnten seine Mannschaftskameraden aus den Jahrgängen 52 - 54 (Heinrich, PrilI, Trost) sich nicht zu diesen Spitzenleistungen aufschwingen. Der Einzelkämpfer Dieter Bach trat zu früh von der sportlichen Bühne ab.
Die ersten Jahre waren auch in organisatorischer Hinsicht eine Herausforderung. Das junge Team musste Kontakt mit den Fachverbänden finden, im eigenen Verein, der sich 1970 vom TUS zum TSV mauserte, seine Position finden, eigene Veranstaltungen aufziehen und schließlich auch mit den Finanzen haushalten lernen. Letzteres erfolgte in der frühen Phase noch recht empirisch. Wir hatten zwar einen Jahresetat, der zunächst noch unter 10000 DM lag, deckten jedoch unseren aktuellen Bedarf jeweils durch Telefonate mit dem TUS-Schatzmeister. Der hielt hin und wieder mangels Ebbe in der Hauptkasse den Hahn einfach geschlossen, war
bisweilen aber auch unerwartet freizügig.
1967/68 war auch die Periode unserer Aktivitäten im Wasserball, welche leider in den späteren Jahren wegen zu dünner Spielerdecke  und unzureichender Trainingsmöglichkeiten - die Schwimmer sollten nicht eingeengt werden – wieder einschliefen. Wir spielten in der Bezirksklasse und wurden dort im schlechtesten Fall Drittletzter. Unsere Siege fielen zwar im Durchschnitt nicht so hoch aus wie unsere Niederlagen (1:22 war der Rekord), dool, schlugen sich Beilstein, Borbein, Heinisch, Heinzel, Herf, Hörold, Lamm, Moll, Picker, Rietz und Wermelskirchen doch recht beachtlich gegen etablierte Konkurrenz. In besonderer Erinnerung  bleibt ein Spiel in Solingen, bei dem man im undurchdringlichen Nebel Freund und Feind kaum noch auseinanderhalten konnte. Wir gewannen, offenbar durch bessere Radarortung des verschleierten Tores, mit 5:0.
Sehr früh schon nahm die Schwimmabteilung Kontakt mit den Dormagener Schulen auf und richtet seit 1968 regelmäßig im Rahmen der Sportwoche das Schulschwimmfest für die weiterführenden Schulen aus. Der Vorteil liegt auf beiden Seiten: Den organisatorisch wenig erfahrenen Lehrern stehen Wettkampffachleute zur Verfügung, und die Vereinsvertreter haben die Chance, so manches bislang verborgene Talent zu entdecken und in den Verein zu integrieren.
Den zweiten Leistungsschub, auf einer nun schon breiteren Basis, brachten die Jahrgänge 56 - 59. Ab 1968 häuften sich die guten Platzierungen bei Bezirks- und Westdeutschen Meisterschaften, und schon 1969 schreckte die Fachwelt auf, als wir mit10 Titeln als bester Verein von den Bezirksjahrgangsmeisterschaften nach Hause kamen. Dorothea Bergen, Achim Bochem, Günter Neubert und Andrej Skatschewski wurden in der Fachpresse ausdrücklich erwähnt. Die Liste der jungen Leistungsträger ist aber noch wesentlich länger. Bei den Mädchen ragten Andrea Born (2-fache Meisterin über die Rückenstrecken und unsere erste Vertreterin in der Jugendnationalmannschaft), Sabine Kruse, Brigitte Marschall, Felizitas Nawrocki, Jutta Quiring und die spätere 100m-Läuferin Ute Weichenthal, etwas später auch Regine Bracht und Claudia Ladermann hervor. Das obengenannte Spitzentrio bei den Jungen wurde ergänzt durch Andreas Hiersemenzel, Horst-Michael Kruse, Joachim Wargalla - später als Fechter noch erfolgreicher - und last not least Franz Bergen, der seine eigenen schwimmerischen Leistungen später als Trainer noch weit übertreffen sollte.
Aus dieser starken Generation schob sich schließlich Günter Neubert in die absolute Spitzenklasse vor. Am 01.04.1970 schwamm er als 14-Jähriger seinen ersten Deutschen Jahrgangsrekord über 200m Rücken in 2:26,3 min., vertrat im gleichen Jahr erstmalig die deutschen Farben beim Jugendländerkampf gegen Italien und buchte in Kulmbach seinen ersten Titel bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Seine weiteren Erfolge in den folgenden Jahren lassen sich nur noch tabellarisch darstellen. Herauszuheben sind aber neben seinen vielen Länderkampfeinsätzen sein Vizetitel bei den internationalen Deutschen Meisterschaften in Siegen und die Teilnahme an den Europameisterschaften 1974 in Wien. Der Traum von Olympia (Montreal 1976) erfüllte sich jedoch nicht. Haarscharf verfehlte Dormagens Multitalent die Qualifikationszeit über 400m Lagen.
Ohne die stille Arbeit im Hintergrund sind aber auch rein sportliche Erfolge nicht möglich. Neben Johannes Bergen, der sich mit seinen Erfolgen schon Mitte der 70er Jahre einen Platz unter Deutschlands Top-Trainern erobert hatte, fallen die Namen Albrecht, Braun, Kühne, Richartz, Wargalla und Wermelskirchen, wenn man an die Besetzung der verschiedenen Vorstandsposten denkt. Dr. Beilstein gab aus beruflichen Gründen die Abteilungsleitung 1973 an Werner Halpaap ab. In einem knappen Jahrzehnt war die Schwimmabteilung des TSV Bayer Dormagen aus den Kinderschuhen heraus. Was noch fehlte, war ein Spitzenplatz bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften.
Da für dieses große Ziel der Unterbau der TSV-Mannschaft allein noch etwas zu schwach war, ließen sich der neue Vorsitzende und seine Mitstreiter etwas einfallen: „Startgemeinschaft" hieß die Wunderformel, und damit begann eine neue Periode im Dormagener Schwimmsport.


Der Aufstieg in die TOP-Klasse

Sportliche Erfolge auf regionaler Ebene sind kein sanftes Ruhekissen. Es liegt im Wesen des Sports, dass bisher erreichte Leistungen Ansporn für noch höhere sind. Trainingsfleiß allein hilft da nicht immer weiter. Organisatorische Verbesserungen müssen begleitend hinzukommen. Vor diesem gedanklichen Hintergrund taten sich1973 die Schwimmabteilungen des TSV Bayer Dormagen und der TG Neuss zu einer Startgemeinschaft zusammen. Diese wurde 1976 um den Neusser SV 1900 erweitert und zählte streckenweise auch den zweiten Dormagener Schwimmverein, die SSG Nievenheim-Delrath, zu ihren Mitgliedsvereinen. Ziel war es, auf linksrheinischem Gebiet einen Gegenpol zu den übermächtigen Vereinen aus Wuppertal und Düsseldorf zu schaffen und damit auch bei Mannschaftsmeisterschaften in "höheren Regionen" mitzureden.
Bald schon stellten sich die ersten überregionalen Erfolge ein, denn zur richtigen Zeit war eine neue Generation von Leistungsträgern herangewachsen, die sich hauptsächlich aus den Jahrgängen 62 bis 64 rekrutierte. Auf Dormagener Seite traten Thomas Buchholz, Stephan Güsgen, Achim Halpaap und Jürgen Korzen in den Vordergrund. Herausragender Leistungsträger aus Neuss war Wolfgang Dittrich, der später als Triathlet eine zweite und noch erfolgreichere Sportlerkarriere startete. In wenigen Jahren schaffte die 1. Herrenmannschaft der SG Neuss-Dormagen den Durchmarsch in die erste Bundesliga. Der zwischenzeitliche Abstieg führte nicht zur Resignation, 1983 waren wir wieder im Oberhaus und haben uns daraus bis heute nicht mehr verdrängen lassen.
Mit Thomas Siegert, Peter Lenz, Rainer Hagemann und Ralph Fischer wuchsen weitere Talente in Dormagen nach. Jetzt waren wir auch attraktiv geworden für auswärtige Schwimmer, welche in ihren Heimatvereinen keine ausreichende Zukunftsperspektive sahen. Kai Richter, Thomas Gassner und Norbert Vander verstärkten als erste Neuzugänge unsere Mannschaft, und auch in den Folgejahren blieben wir das regionale Sammelbecken für Talente aus der näheren und auch weiteren Umgebung, die bei uns eine Chance zur Weiterentwicklung suchten und fanden.
Inzwischen waren wir auch in Verbandskreisen nicht mehr der unbekannte Emporkömmling. Insbesondere der damalige Landestrainer Julius Piel unterstützte uns nach Kräften und förderte unsere Aktiven auf Lehrgängen in Palenberg, auf Helgoland und in Italien. Johannes Bergen fungierte dort mehr als einmal als Co-Trainer, später auch als verantwortlicher WSV-Trainer, wobei Ute Kühling als Trainerin wirkte, während Dr. Beilstein dem Schwimmverbandjahrelang als Beisitzer im Bezirksschiedsgericht zur Verfügung stand. Nach Ernennung Dormagens zum Landesstützpunkt Schwimmen vertrat Hans Peter Wermelskirchen unsere Interessen als Stützpunktleiter, und Bergen sen., später Bergen jun. hatten die Stelle des Stützpunkttrainers inne.
Fast 10 Jahre lang starteten wir zusammen mit unseren Neusser Sportfreunden in gemeinsamen Mannschaften. Die Erfolge dieser Zeit sind in unserer Chronik an anderer Stelle nachzulesen. Als schließlich das Dormagener Übergewicht in der Startgemeinschaft zu groß wurde, hatte diese sich überlebt. 1983, gleichzeitig mit dem Wiederaufstieg in die erste Bundesliga, wurde die SG aufgelöst, und wir starteten wieder unter unserem Vereinsnamen - mit ungebrochenem Erfolg auch in den weiteren Jahren.


Die Jahre im Spitzensport

Nach den Erfolgen der Zeit um 1970 herum war es während der Periode der Startgemeinschaft um unsere Damenmannschaft recht still geblieben. Weniger spektakulär schob sich aber auch diese auf der Erfolgsleiter immer weiter nach oben, bis in die 2. Bundesliga. Neben den Dormagenerinnen seien Britta Schumacher, Barbara Kühling und die Jansen Schwestern Hedda und Britta genannt, hatten hieran insbesondere auch die Mädchen aus der Neusser Dittrich-Dynastie ihren Anteil. Wie zwischendurch auf der männlichen Seite gab es auch hier einen Rückschlag. Bei Auflösung der Startgemeinschaft übernahmen absprachegemäß die Neusser Mädchen den Bundesligaplatz, und Dormagen musste wieder weiter unten anfangen. Am 02.02.1986 aber halfen Barbara Kühling, Britta Jansen, Britta Schumacher, Edith Kollor Franca Fischer, Nicole Czech,unsere Neuzugänge Martina Gelhar, Ute Hasse, Birgit Schulz und Daphne Demuth (Fuchs) mit, zunächst wieder die zweithöchste Klasse zu erreichen. Wenig später zogen unsere Damen mit Kerstin Badel, Kirsten George, Jessica Rodemann, Elke Schmitz, Birgit Kowalczik, Barbara Kühling, Nicole Czech, Baffy Classmann, Daphne Demuth (Fuchs), Kerstin Ippers, Britta Stutzer, Martina Gelhar und Franca Fischer dann mit den Herren gleich und etablierten sich in der 1. Bundesliga. Mit dieser gebündelten Leistung können in Deutschland nur wenige Vereine aufwarten.
Die sportlichen Erfolge in den Jahren ab 1983 waren die Ernte einer jahrelangen Aufbauarbeit. Verantwortlich dafür zeichneten unsere Cheftrainer. Nach Johannes und Franz Bergen erleben wir mit Andreas Paeck zur Zeit den dritten Trainer auf diesem Posten. Ihre Arbeit kann jedoch nur gedeihen auf einer breiten Basis die von Helferinnen und Helfern am Beckenrand und in anderen Funktionen gebildet wird. Ute Kühling, Christel Güsgen und Karin Fischer stehen hier als herausragende Beispiele für viele andere. Dass hinter den Kulissen über Finanzen, Ausbildungsplätze, Bundeswehrangelegenheiten, Trainingsmöglichkeiten und etliche weitere Probleme verhandelt werden muss, sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden. Einer nackten Zahl, wie z.B. 51 Sekunden über 100m Freistil, sieht man das ja nicht mehr an!
Damit zurück zu den herausragenden Ereignissen unserer Vereinsgeschichte. 1984 schwamm mit Rolf Beab zum ersten Mal ein TSV-Schwimmer beim Europa-Cup in Bergen mit und gewann die 100m Brust. Diesen Erfolg wiederholte er auch in den nächsten beiden Jahren. 1986 verfehlte er auf dieser Strecke mit der Weltbestzeit von 1:00,3 min. die sensationelle Minutengrenze für Brustschwimmer nur hauchdünn. Beab, Goebel und Güsgen vertraten 1985 den Deutschen Schwimmverband auf den Europameisterschaften in Sofia. Rolf Beab wurde als 100m-Brustschwimmer der Lagenstaffel Europameister und holte sich in der Einzeldiszip!in die Silbermedaille. Bert Goebel wurde hier Siebter und kam über 200m Brust wie auch Stephan Güsgen über 100m Schmetterling ins B-Finale.
Beim Europa-Cup im gleichen Jahr lieferten mit Beab, Buchholz und Goebel sowie den Neuzugängen Ute Hasse, Birgit Schulz und Ralf Diegel Dormagener 'fast ein Drittel der Punkte für die siegreiche Nationalmannschaft.
Mit 5 Teilnehmern - Stephan Güsgen als sechster wurde trotz Qualifikation ausgeladen - war der TSV auch bei den Weltmeisterschaften. 1986 in Madrid der am stärksten vertretene Verein. Goebel gewann die Silbermedaille In der Lagenstaffel.
Über 100m Brust wurde er 5. hinter seinem Vereinskameraden Beab. Birgit Schulz wurde 6. über 200m Lagen. Sie kam über 200 m Lagen wie auch Ralf Diegel über 400m Lagen ins B-Finale. Ute Hasse schließlich verpasste dieses nur sehr knapp.
Die Europameisterschaften 1987 in Straßburg sahen wiederum unsere beiden, Brustschwimmer Beab und Goebel am Start, die sich mit den Plätzen 8, 11, und 15 gegen die nachgewachsene internationale Konkurrenz wehrten. Auch 1989 qualifizierte sich Bert Goebel erneut für die Europameisterschaften und gelangte dort ins B-Finale.
Stephan Güsgen entwickelte sich immer mehr zum überragenden 50m-Sprinter in der Schmetterlings- und Freistillage. Deutsche Rekorde und Meistertitel sowie eine Weltbestzeit über 50 m Schmetterling waren die Vorstufen zum Hohepunkt seiner Sportlerkarriere, der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Hier konnte er sich über 50 m Freistil bis ins B-Finale durchkämpfen und belegte den vierzehnten Platz.
Dem Chronisten fällt es schwer, darauf zu verweisen, anstatt sie alle noch einmal gesondert hervorzuheben. Schließlich ist jede einzelne Leistung hart erarbeitet und auf einem so hohen Niveau, dass die "Oldtimer" zu ihrer Aktivenzeit sie wohl eher auf einem anderen Stern gesucht hätten. Ein deutscher Rekord sollte aber doch hervorgehoben werden. Erstens, weil lange Bestand hatte, und zweitens, weil er zeigt, dass der TSV nicht nur Einzelkämpfer hervorgebracht hat, sondern sich bemüht, immer wieder eine breite Leistungsspitze aufzubauen und zu erhalten. Am 03.07.1986 wurde in Köln der deutsche Rekord über 10x100m Brust auf 11:45,2 min geschraubt, was einem Schnitt von 1:10,5 min entspricht. Auf diese Mannschaftsleistung dürfen wir besonders stolz sein.
Allmählich trat die alte Herrengarde von der Bühne des Spitzensportes ab. Doch schon bei den Deutschen Meisterschaften 1988 machten sowohl ein erstaunlich gutes Damenteam 4x100m Lagen, 100 m Brust A-Finale Plätze 3,4 und 5, Gold und Bronze 5m Brust sowie viele Finalteilnahmen, als auch die Youngster (Yessica Rodemann, Peter Kaschub und Bodo Wermelskirchen) auf sich aufmerksam.
Im Herbst setzte sich der Trend mit dem Aufstieg der Damen in die 1. Bundesliga fort, WO sie sich seitdem immer unter den ersten Sechs platzieren konnten.
1989 begann eine "neue Zeitrechnung". Auch aus privaten Gründen hatte sich die Struktur der ersten Mannschaft völlig gewandelt. Franz Bergen nahm seinen Abschied und hinterließ manches Loch in der Schwimmabteilung.
Seitdem wird durch Einsatz neuer Trainer und Trainingskonzepte insbesondere im Nachwuchsbereich versucht, ein eigenes Schwimmteam aufzubauen, das, zusammen mit dem neuen Schwimmbad, den „treuen Seelen“ (Daphne Fuchs, Elke Schmitz, Martina Gelhar, Kirsten Georqe, Britta Stutzer) und der jetzigen sehr jungen ersten Mannschaft, vielleicht in der Lage sein wird, die Stellung der Vergangenheit in einem nun vergrößerten Deutschland wieder zur erreichen.

...

 

 

replik-uhren uk

Newsletter         Sponsoren/Links         Impressum

replica uhren kaufen